Fakten statt Halbwissen

Kontaktlinsen bieten viele Vorteile – doch es gibt auch Mythen, Fehlinformationen und Risiken.

Hier findest du beides im Überblick:
Fakten, die Sicherheit geben, und Aufklärung, die Missverständnissen vorbeugt.

Fakten statt Halbwissen

Kontaktlinsen bieten viele Vorteile – doch es gibt auch Mythen, Fehlinformationen und Risiken.

Hier findest du beides im Überblick:
Fakten, die Sicherheit geben, und Aufklärung, die Missverständnissen vorbeugt.


Risiken

Kontaktlinsen sind sicher und bequem, wenn sie richtig verwendet und gepflegt werden. Keine Linse ist gefährlicher als eine andere. Je nach Personentyp können unterschiedliche Linsentypen spezifische Probleme verursachen.

Trotzdem gibt es potenzielle Risiken, die durch falsche Handhabung oder unzureichende Hygiene entstehen können.

Regelmäßige Kontrollen sind entscheidend, um die Gesundheit deiner Augen langfristig zu bewahren und sicherzustellen, dass alles in bester Ordnung bleibt.

  • Größtes Risiko - mangelnde Hygiene

    Kontaktlinsen können bei unzureichender Hygiene zu ernsthaften Augenentzündungen und Infektionen führen. Bakterien und Keime, die sich auf den Linsen ablagern, können in das Auge gelangen und dort Schäden verursachen. Um das Risiko zu minimieren ist es wichtig, die Linsen regelmäßig zu reinigen und niemals mit ungewaschenen Händen einzusetzen. Zusätzlich sollte die richtige Aufbewahrungslösung verwendet und die empfohlene Tragezeit eingehalten werden.



    HIER erfährst du mehr zur richtigen Pflege. 

  • Tragezeit & Einschlafen mit Kontaktlinsen

    Die Tragezeit von Kontaktlinsen sollte immer den Empfehlungen deines*r Kontaktlinsenanpassers*in entsprechen. Zu langes Tragen kann die Sauerstoffversorgung des Auges einschränken und die Hornhaut schädigen. 

    Auch das Einschlafen mit Kontaktlinsen ist riskant, da dies den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt des Auges stört und das Risiko von Infektionen oder Augenreizungen erhöht.

  • Die Passform ist wichtig

    Eine schlechte Passform der Kontaktlinsen führt zu einer Beeinträchtigung des Stoffwechsels der Augenoberfläche, insbesondere der Hornhaut. Dann kommt es zu Reizungen, Schmerzen und sogar zu Schäden an der Hornhaut. Es ist daher entscheidend, Linsen mit abgestimmter Materialwahl und angepasster Geometrie zu verwenden. Wenn du merkst, dass deine Linsen unbequem sind, verrutschen oder dich im Sehen einschränken, solltest du deine*n Kontaktlinsenanpasser*in aufsuchen und gegebenenfalls eine Anpassung/Kontrolle vornehmen lassen.

  • Empfindliche Augen

    Einige Menschen haben von Natur aus empfindlichere Augen, die schnell gereizt sind. Faktoren wie Raumklima (Luftfeuchtigkeit, Staub, Rauch oder Klimaanlagen und Heizung), aber auch die häufige Nutzung von Bildschirmen können die Beschwerden verstärken. In solchen Fällen ist es wichtig, auf den richtigen Linsentyp zu achten und gegebenenfalls mit speziellen feuchtigkeitsspendenden Produkten oder Tropfen nachzuhelfen.

  • Trockene Augen

    Viele Menschen leiden unter trockenen Augen, die das Tragen von Kontaktlinsen zu einer besonderen Herausforderung machen. 

    Direkt am Auge verstärken sich die Symptome oft -  unangenehmes Brennen, Jucken und gelegentlich verschwommenes Sehen. 

    Die Wahl der richtigen Linse und die regelmäßige Verwendung von verschiedenen Produkten zur Unterstützung des Tränenfilms können helfen, die Symptome zu lindern.


    Mehr zu "trockenen Augen": Vorbeugung und richtige Pflege findest du HIER.

Risiken

Kontaktlinsen sind sicher und bequem, wenn sie richtig verwendet und gepflegt werden. Keine Linse ist gefährlicher als eine andere. Je nach Personentyp können unterschiedliche Linsentypen spezifische Probleme verursachen.

Trotzdem gibt es potenzielle Risiken, die durch falsche Handhabung oder unzureichende Hygiene entstehen können.

Regelmäßige Kontrollen sind entscheidend, um die Gesundheit deiner Augen langfristig zu bewahren und sicherzustellen, dass alles in bester Ordnung bleibt.

  • Größtes Risiko - mangelnde Hygiene

    Kontaktlinsen können bei unzureichender Hygiene zu ernsthaften Augenentzündungen und Infektionen führen. Bakterien und Keime, die sich auf den Linsen ablagern, können in das Auge gelangen und dort Schäden verursachen. Um das Risiko zu minimieren ist es wichtig, die Linsen regelmäßig zu reinigen und niemals mit ungewaschenen Händen einzusetzen. Zusätzlich sollte die richtige Aufbewahrungslösung verwendet und die empfohlene Tragezeit eingehalten werden.



    HIER erfährst du mehr zur richtigen Pflege. 

  • Tragezeit & Einschlafen mit Kontaktlinsen

    Die Tragezeit von Kontaktlinsen sollte immer den Empfehlungen deines*r Kontaktlinsenanpassers*in entsprechen. Zu langes Tragen kann die Sauerstoffversorgung des Auges einschränken und die Hornhaut schädigen. 

    Auch das Einschlafen mit Kontaktlinsen ist riskant, da dies den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt des Auges stört und das Risiko von Infektionen oder Augenreizungen erhöht.

  • Die Passform ist wichtig

    Eine schlechte Passform der Kontaktlinsen führt zu einer Beeinträchtigung des Stoffwechsels der Augenoberfläche, insbesondere der Hornhaut. Dann kommt es zu Reizungen, Schmerzen und sogar zu Schäden an der Hornhaut. Es ist daher entscheidend, Linsen mit abgestimmter Materialwahl und angepasster Geometrie zu verwenden. Wenn du merkst, dass deine Linsen unbequem sind, verrutschen oder dich im Sehen einschränken, solltest du deine*n Kontaktlinsenanpasser*in aufsuchen und gegebenenfalls eine Anpassung/Kontrolle vornehmen lassen.

  • Empfindliche Augen

    Einige Menschen haben von Natur aus empfindlichere Augen, die schnell gereizt sind. Faktoren wie Raumklima (Luftfeuchtigkeit, Staub, Rauch oder Klimaanlagen und Heizung), aber auch die häufige Nutzung von Bildschirmen können die Beschwerden verstärken. In solchen Fällen ist es wichtig, auf den richtigen Linsentyp zu achten und gegebenenfalls mit speziellen feuchtigkeitsspendenden Produkten oder Tropfen nachzuhelfen.

  • Trockene Augen

    Viele Menschen leiden unter trockenen Augen, die das Tragen von Kontaktlinsen zu einer besonderen Herausforderung machen. 

    Direkt am Auge verstärken sich die Symptome oft -  unangenehmes Brennen, Jucken und gelegentlich verschwommenes Sehen. 

    Die Wahl der richtigen Linse und die regelmäßige Verwendung von verschiedenen Produkten zur Unterstützung des Tränenfilms können helfen, die Symptome zu lindern.


    Mehr zu "trockenen Augen": Vorbeugung und richtige Pflege findest du HIER.

Irrtümer & Mythen

Rund um das Thema des Tragens von Kontaktlinsen kursieren viele Halbwahrheiten und hartnäckige Mythen, die verunsichern können.

Wir räumen mit den häufigsten Irrtümern auf und zeigen dir, was wirklich stimmt – damit du bestens informiert bist und ganz entspannt zur Linse greifst.

  • "Kontaktlinsen können hinter's Auge rutschen."

    Nein, das ist physisch unmöglich. Eine Kontaktlinse kann nicht hinter dem Augapfel verschwinden. 


    Der sichtbare Teil des Auges ist rundum von Bindegewebe umschlossen. Diese Bindehaut ist fest mit dem Lid und dem Rand der Hornhaut verbunden – es gibt also keine Öffnung, durch die eine Linse ins Augeninnere gelangen könnte.


    Allerdings kann eine Kontaktlinse verrutschen und sich unter dem oberen oder unteren Lidrand „verstecken“. Das fühlt sich unangenehm an, ist aber harmlos. 

    In den meisten Fällen hilft es, das geschlossene Lid sanft zu massieren oder ein paar Tropfen Kochsalz- oder Nachbenetzungslösung ins Auge zu geben – oft rutscht die Linse dadurch von selbst wieder an ihren Platz. Selbst wenn eine Linse für einige Stunden unter dem Lid bleibt, nimmt das Auge in der Regel keinen Schaden. Mit etwas Ruhe und Feingefühl lässt sich das schnell beheben.

  • "Kontaktlinsen sind ungesund und trocknen die Augen aus. "

    Nein, nicht zwangsläufig. Viele Menschen leiden unter trockenen Augen, ohne es zu bemerken. 

    Das Tragen von Kontaktlinsen führt nicht automatisch zu trockenen Augen, auch wenn Linsen den Tränenfilm und den Stoffwechsel an der Augenoberfläche beeinflussen. 

    Linsenträger*innen haben nicht häufiger trockene Augen als Brillenträger*innen oder Menschen mit normaler Sehkraft. 


    Trockene Augen sind vielmehr eine weit verbreitete Zivilisationskrankheit, die durch persönliche Anfälligkeit und Umweltfaktoren wie trockene Luft oder Bildschirmarbeit verstärkt wird. 

    Wer unter einem mangelnden Feuchtigkeitsfilm leidet, muss nicht auf Kontaktlinsen verzichten. Es gibt spezielle Linsen, die für trockene Augen geeignet sind sowie Produkte und Augentropfen, die helfen, die Augen zu befeuchten und den Tränenfilm zu stabilisieren. 


    Mehr zum Thema "trockene Augen" und wie man am besten vorbeugt findest du HIER.

  • "Kontaktlinsen fallen aus den Augen und gehen oft verloren. "

    Nein, das passiert nur sehr selten und nur unter abnormen Umständen. 

    Die meisten Menschen tragen heute weiche Kontaktlinsen, die größer sind und mit ihrem Rand unter den Lidern liegen. Dadurch haften sie besonders gut und decken die gesamte Hornhaut ab. Sie passen sich perfekt der Augenoberfläche an. Auch formstabile Linsen verrutschen bei korrekter Anpassung nur selten.


    Sollte beim Einsetzen doch einmal eine Linse hinunterfallen, lohnt es sich, einen Blick auf die Kleidung oder ins (vorsichtshalber zugestöpselte!) Waschbecken zu werfen. 

    Dank ihrer leichten Tönung sind moderne Linsen gut sichtbar. Und selbst wenn eine Linse verloren geht, ist Ersatz heute deutlich günstiger als früher – oft günstiger als eine beschädigte Brille.

  • "Kontaktlinsen können an der Hornhaut kleben bleiben, sodass ein Arzt sie herausoperieren muss."

    Nein, bei richtiger Handhabung besteht keinerlei Gefahr, dass eine Kontaktlinse operativ entfernt werden muss. 


    Manchmal sitzt eine Linse am Auge sehr fest - wie angesaugt - das passiert zum Beispiel, wenn die Tragezeit stark überschritten wurde, mit der Linse am Auge geschlafen wird (auch kurze Nickerchen), sie austrocknet oder die Bindehaut anschwillt. 

    Dann kann die Linse vorübergehend unbeweglich auf dem Auge sitzen.


    Das klingt dramatischer, als es tatsächlich ist: Moderne Linsen sind hoch sauerstoffdurchlässig, und viele Träger*innen merken zunächst gar nichts Ungewöhnliches. Wichtig ist, dass du niemals mit Gewalt versuchst, die Linse zu entfernen, da dies die Hornhaut verletzen könnte. 

    Stattdessen hilft es, ein paar Tropfen Kochsalzlösung oder Augentropfen ins Auge zu geben, mehrmals zu blinzeln und das geschlossene Lid sanft zu bewegen – in den meisten Fällen löst sich die Linse so ganz von selbst.

  • "Kontaktlinsen sind für Kinder und Jugendliche ungeeignet."

    Es gibt viele Vorurteile, dass Kinder Schwierigkeiten haben könnten, eine Linse ins Auge zu setzen oder auf Hygiene zu achten. Dabei wissen nur wenige, dass selbst Neugeborene in bestimmten Fällen mit Kontaktlinsen versorgt werden. Augenmediziner*innen haben die Erfahrung gemacht, dass sich Säuglinge und Kinder oft besonders schnell an das Tragen von Kontaktlinsen gewöhnen. 

    Laut einer Studie der Ohio State University ist auch die Handhabung schon in jungen Jahren gut möglich. 


    Wenn Kinder und Jugendliche die Motivation mitbringen, gut aufgeklärt werden und die Linsen professionell angepasst sind, klappt es in der Regel problemlos. Mit etwas Unterstützung und Übung wird das Einsetzen der Linsen genauso selbstverständlich wie das Zähneputzen. 


    Außerdem haben Kontaktlinsen viele Vorteile: Beim Sport oder beim Herumtollen sind sie weniger anfällig für Schäden als Brillen. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 18 und 27 Jahren spielen zudem emotionale Aspekte eine Rolle – viele fühlen sich mit Kontaktlinsen attraktiver und selbstbewusster.


    Ein wichtiger weiterer Aspekt: die stark zunehmenden Kurzsichtigkeiten können mit eigens dafür konzipierten Linsen häufig gut eingedämmt werden. 

  • "Das Einsetzen von Kontaktlinsen ist schwierig. "

    Anfangs mag das Einsetzen einer Kontaktlinse etwas ungewohnt sein, da man sich direkt ans Auge fasst.

    Aber keine Sorge – mit ein wenig Übung wird es nach wenigen Tagen ganz selbstverständlich. Viele Neueinsteiger sind überrascht, wie schnell sie sich daran gewöhnen und wie sicher sie werden. 


    Wichtig ist, dass du dir Zeit nimmst, stets saubere Hände hast und in einer ruhigen Umgebung arbeitest. Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder ein kurzes Training bei deinem*r Kontaktlinsenanpasser*in können ebenfalls hilfreich sein. 

    Und denk daran: Millionen Menschen setzen täglich problemlos ihre Linsen ein – das wirst du auch schaffen!

richtige Anwendung und regelmäßige Pflege von Kontaktlinsen

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