Mehr als nur ein Accessoire:
Warum die Brillengröße entscheidend ist
Bei der Auswahl deiner Brille spielt neben Form, Farbe und Stil auch die Größe eine wichtige Rolle.
Deine Brille sollte perfekt sitzen, damit du dich wohlfühlst. Im Gegensatz zu Kleidung ist sie nicht so leicht zu tauschen, wenn sie drückt oder verrutscht. Wenn du sie kaum bemerkst, ist das ein gutes Zeichen. Sitzt sie dagegen schlecht, kann das schnell unbequem und sogar schmerzhaft werden.

Worauf muss ich bei der Brillengröße achten?
Tipps zur Passform
- Die Brille sollte nicht auf den Wangen aufliegen, da sie sonst beim Lachen nach oben rutscht.
- Schon beim ersten Probieren: die Fassung darf ein wenig rutschen, weil die Bügel noch nicht eingestellt sind, aber keinesfalls auf der Nase drücken oder ein unangenehmes Gefühl verursachen!
- Je höher der Korrektionswert, desto wichtiger ist die Fassungsgröße - in kleineren Fassungen lassen sich hohe Brillenwerte viel schöner „verpacken" und die Brille wird leichter und angenehmer zu tragen.
- Die Brillenform soll harmonisch ins Gesicht passen.
Der obere Abschluss muss nicht parallel zu den Augenbrauen liegen - da diese selten symmetrisch sind.
Die einzelnen Größenfaktoren im Überblick:
Rahmenbreite: Die Brille sollte der Breite deines Gesichts entsprechen. Ist die Brille zu breit, rutscht sie leicht und wirkt zu groß. Ist sie zu schmal, drückt sie an den Schläfen und kann Kopfschmerzen verursachen.
Stegbreite: Ist die Stegbreite zu groß, rutscht die Brille nach unten. Ist sie zu klein, entstehen Druckstellen.
Brillen mit Nasenpads lassen sich besser anpassen.
Glasbreite und -höhe:
Sie beeinflussen, wie groß dein Sichtfeld ist. Zu kleine Gläser können dein Sichtfeld besonders einschränken, bei Brillen, die mehrere Sehzonen (Lesen, PC etc.) haben. Irritiert der Rahmen schon beim ersten Probieren, dann wird das auch bei der fertigen Brille so sein und den Blick stören. Bedenke bei rahmenlosen Brillen, dass keine Fassung kaschierend auf die Randdicke der Gläser wirkt.
Bügellänge:
Normalerweise liegt sie zwischen 125 und 150 mm. Zu lange Bügel lassen die Brille rutschen, zu kurze drücken hinter den Ohren. Deshalb ist eine professionelle Anpassung durch den*die Optiker*in wichtig – er*sie kann die Bügel exakt auf deine Kopfform abstimmen und anpassen.

Gibt es Ausnahmen?
Es gibt immer Ausnahmen.
An erster Stelle stehen bei Brillen dein persönlicher Geschmack und der Verwendungszweck.
- Statement-Brillen sind bewusst größer, kleiner oder auffälliger als klassische Modelle. Wichtig ist, dass die Gläser zur Form und Größe passen.
- Cateye- oder Oversize-Modelle durchbrechen bewusst klassische Größenregeln – sie ragen oft seitlich über das Gesicht hinaus.
- Sonnenbrillen dürfen ruhig größer sein – das schützt die Augen und die empfindliche Haut besser vor UV-Strahlen.
- Kleine Brillen wirken bei rahmenlosen Fassungen oft weniger „winzig“, da der Rahmen fehlt. Sie schränken auch das Sichtfeld weniger ein.
Fazit
Am Ende zählt, was dir gefällt und gut sitzt. Eine professionelle Beratung im Fachgeschäft ist der beste Weg, die perfekte Brille zu finden –
mit optimalem Sitz, maximalem Sehkomfort und passendem Stil.







